LEBENSMITTEL

Lebensmittel

Sichere  Lebensmittel stellen ein primäres Interesse der Verbraucher dar, sowohl in Bezug auf die Hygiene bei der Zubereitung und Konservierung, als auch auf die Zuverlässigkeit der Angaben bezüglich der Herkunft, des Inhaltes und der Qualität der Lebensmittel.
Die Lebensmittelfälschung wird unterschieden in Fälschung von Lebensmittel und Markenfälschung:
Die Fälschung von Lebensmittel bzw. das Panschen von Lebensmittel, besser bekannt als „Qualitätsbetrug“ besteht aus der Produktion oder der Veränderung eines nicht natürlichen Lebensmittels, da es im Vergleich zum Originalprodukt aus quantitativ und qualitativ anderen Inhaltsstoffen besteht, oder da es durch das Ersetzen, die Entnahme und/oder das Hinzufügen von Inhaltstoffen verändert wird.
Die Fälschung der auf dem Lebensmittel oder der Lebensmittelverpackung befindlichen Angaben, wie die Marke, die Angabe der geographischen Herkunft oder die Herkunftsbezeichnung, ist auch als „Herkunftsbetrug“ bekannt. Es handelt sich dabei um eine unrechtmäßige Reproduktion des Warenzeichens, aus dem hervorgeht wie das Lebensmittel hergestellt wurde.
 
            
Es handelt sich um illegale Handlungen, die sehr gefährlich für die Gesundheit der Verbraucher sein können und hinter denen häufig die Interessen krimineller Unternehmen stecken: Der Anstieg der Nachfrage an preisgünstigen Konsumartikeln oder Grundnahrungsmitteln hat in der derzeitigen wirtschaftlichen Lage zu bedeutenden Profitmargen der illegal tätigen Unternehmen geführt.
Das italienische Lebensmittelkapital ist aufgrund seiner Qualität und Vielseitigkeit einzigartig auf der Welt. Die gastronomische Kultur und die italienischen Lebensmittel sind berühmt und werden von Verbrauchern vieler Länder geschätzt. Diese Beliebtheit hat den Anstieg einer Parallelwirtschaft zur Folge, die den geschützten Produkten Marktanteile entzieht und dadurch zu großen Schäden bei den italienischen Unternehmen führt. Dieses Phänomen ist bekannt als „Italian Sounding“. Dabei handelt es sich um die Verwendung von geographischen Bezeichnungen, Abbildungen und Marken, die einen Bezug zu Italien vortäuschen, um für Produkte, die nicht auf unser Land zurückzuführen sind, besser werben zu können bzw. um sie besser vermarkten zu können.
In Italien bestehen strenge Regeln für die Produktion von Lebensmitteln, deren Ziel es ist die hohe Qualität der Produkte sowie die Gesundheit der Verbraucher zu wahren. Die ausländischen Unternehmen, die unrechtmäßige Unterscheidungsmerkmale und Informationsbeschreibungen verwenden, die sich in irgend einer Weise auf unser Land beziehen, wenden Markttechniken an, die die Verbraucher zur Annahme verleiten, dass deren Produkte italienischer Qualität entsprechen, was jedoch nicht der Wahrheit entspricht. Auf diese Weise verursachen diese Unternehmen einen unlauteren Wettbewerb und verschaffen sich einen Marktvorteil gegenüber der inländischen aber auch ausländischen Konkurrenz.
Zu einer konkreten Veranschaulichung der sogenannten „Lebensmittelpiraterie“ wird darauf verwiesen, dass in den letzten fünf Jahren allein durch Abteilungen der Guardia di Finanza Sicherstellungen von ca. 39.000 Tonnen und fast 60.000.000 Litern von gefälschten Lebensmitteln bzw. von Lebensmitteln mit einer nicht wahrheitsgemäßen Etikettierung bezüglich der Herkunft oder der Qualität des Produktes vorgenommen wurden (siehe nachfolgende Graphik).
 grafici agroalimentare.png
Fonte: dati G. di F.
 
Die biologischen Produkte sind Derivate der biologischen Landwirtschaft, d.h. für sie werden in den verschiedenen Phasen des Anbaus, der Verarbeitung und der Lagerung keine Produkte aus chemischer Synthese verwendet. Daher sind in der Produktion von biologischen Lebensmitteln folgende Stoffe verboten: Unkrautbekämpfungsmittel, Insektenbekämpfungsmittel, pilztötende Mittel, Düngemittel, künstliche Farbstoffe und Konservierungsstoffe, d.h. synthetisch im Labor hergestellte Produkte.
Im Rahmen der Dienstoperation VERTICAL BIO haben Bedienstete der Guardia di Finanza in Pesaro und Inspektoren des Inspektorates für Betrugsbekämpfung, in Kooperation mit der Forstpolizei “Corpo Forestale dello Stato” (mit einem Einsatz von insgesamt ca. 150 Bediensteten in verschiedenen Regionen Italiens), eine internationale kriminelle Vereinigung ausgehoben, die u.a. aus Personen aus der Bio-Branche bestand, die unter Anwendung eines bewährten Betrugssystems aus Drittländern (Moldawien, Ukraine, Indien etc.) Getreide für den tierischen Verzehr, und in einigen Fällen auch für den menschlichen Verzehr (insbesondere Soja, Mais, Weichweisen und Leinsamen), einführten, welcher unrechtmäßig als “Bio-Ware” ausgewiesen wurde, um ihn anschließend innerhalb der Europäischen Gemeinschaft an unwissende Unternehmen weiterzuverkaufen.
 

Weiterführende Links

- guida realizzata a cura del Ministero dello Sviluppo Economico: IO NON VOGLIO IL FALSO - CONTRAFFAZIONE ALIMENTARE

- Relazione sulla contraffazione nel settore agroalimentare - COMMISSIONE PARLAMENTARE DI INCHIESTA SUI FENOMENI DELLA CONTRAFFAZIONE E DELLA PIRATERIA IN CAMPO COMMERCIALE - XVI LEGISLATURA

- Federazione Italiana dell'Industria Alimentare - FEDERALIMENTARE

- Come riconosce i prodotti contraffatti - approfondimento YAHOO! Finanza